Die NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH

Krisenvorsorge Gas

Informationen der NRM-Netzdienste Rhein-Main GmbH zur Krisenvorsorge Gas

Die Bundesregierung hat für die Gasversorgung in Deutschland die erste Stufe des Notfallplans aktiviert.

Damit wird ein Krisenteam eingerichtet, welches die Versorgungslage fortlaufend bewertet. Sowohl für Haushaltskunden als auch für Unternehmen und Industrie ist die Versorgung derzeit gesichert.

Die gesamte Energiewirtschaft hat in der ersten Stufe des Notfallplans die Möglichkeit marktbasierte Maßnahmen zur Sicherung der Gasversorgung zu ergreifen. Dazu gehören die Optimierung von Lastflüssen, die Verlagerung von Erdgasmengen in Zusammenarbeit mit Netzbetreibern in Deutschland sowie im benachbarten Ausland oder auch die Nutzung von unterbrechbaren Verträgen.

In diesem Zusammenhang kann nach Aktivierung weiterer Krisenstufen auch die Bundesnetzagentur (BNetzA) hoheitliche Maßnahmen durchführen, die durch die Netzbetreiber, so z.B. auch durch NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, ausgeführt werden. Dadurch steht allen an der Versorgung Beteiligten ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung, um die Deckung des lebenswichtigen Bedarfs an Energie zu sichern und Folgeschäden zu minimieren.

Dabei steht gemäß § 53a EnWG die Versorgung besonders geschützter Kunden im Vordergrund. Zu den gesetzlich besonders geschützten Kunden gehören alle Haushaltskunden, kleine und mittlere Unternehmen, deren Verbrauch über standardisierte Lastprofile gemessen wird, grundlegende soziale Dienste und unter bestimmten Voraussetzungen auch Fernwärmeanlagen, soweit sie Wärme an Haushaltskunden liefern. 

Grundlegende soziale Dienste im Sinne des Artikels 2 Nr. 4 Verordnung (EU) 2017/1938 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2017 über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 994/2010 (Gas SoS VO) sind „Dienste in den Bereichen Gesundheitsversorgung, soziale Versorgung, Notfall, Sicherheit, Bildung oder öffentliche Verwaltung.“

Zur so genannten kritischen Infrastruktur zählen weiter Polizei, Feuer- und Bundeswehr.

Eine weitere Priorisierung bzw. Differenzierung schützenswerter Kunden ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.

Kunden, die nicht unter den besonderen Schutz des § 53a fallen und die einen Beitrag i.R. des NRM zur Verfügung stehenden Instrumentarium zur Deckung des lebenswichtigen Bedarfs an Energie leisten können, wurden bereits separat informiert.

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